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          • Italienische Delegation zu Besuch an der Angrüner Grundschule Bad Abbach

          • Vor ein paar Monaten erhielt die Angrüner Grundschule Bad Abbach eine ungewöhnliche E-Mail: „Dürfen wir bei Ihnen hospitieren?“, lautete die Anfrage aus Italien.

            Aufmerksam wurde man auf die deutsche Schule durch das Portal eTwinning, ein von der EU finanziertes Netzwerk für Schulen und Kitas, durch das sich Pädagoginnen und Pädagogen europaweit vernetzen können.

            Das Kollegium zeigte sich gastfreundlich und am 22. Juni war es so weit: Eine sechsköpfige Delegation des Erasmus-akkreditierten „Istituto Comprensivo Gianni Rossano (Veneto)“, bestehend aus fünf Grundschullehrerinnen und einer Sekretärin, begleitete uns für vier Tage, um mehr über das pädagogische Konzept zu erfahren. Auf dem Programm standen sämtliche Fächer aller Jahrgangsstufen, aber auch ein Besuch bei den Wohlfühlhelfern, die Verkostung in der Mensa sowie die Mittagsbetreuung bis 16 Uhr.

            Unsere Gäste zeigten sich überaus interessiert am Schulleben und informierten sich ausgiebig bei den Lehrkräften. Besonders positiv kam bei den Italienern an, wie selbständig die Kinder sind und wie frei sie sich im Schulhaus bewegen; das gilt auch für die Pausen, die meist ohne die eigene Klassenlehrkraft stattfinden. Die Ausstattung des Schulhauses (große Räume, viele und vor allem auch funktionale Möbel, viele Waschgelegenheiten, mit Unterrichtsmaterial ausgestattete Klassenzimmer) wurde ebenfalls hervorgehoben. Ein extra Lob unserer Gäste ging an die Kinder, die sowohl im Unterricht als auch in der Mensa so leise sind.

            Gar nicht glauben konnten sie dagegen, dass die Schule nur eine Sekretärin hat und dass die Schulleitung selbst einige Stunden unterrichtet. 

            Während der Woche entwickelte sich zwischen den Kollegen beider Länder eine sehr positive Dynamik, die auch zu zahlreichen Unternehmungen nach Schulschluss führte. Zum Abschluss des Besuches luden die italienischen Lehrerinnen zum Pastaessen ins Lehrerzimmer ein. Mit kleinen Geschenken und warmen Worten verabschiedeten wir uns schließlich von ihnen.

            Insgesamt war das Treffen auch für die deutsche Schulfamilie eine Bereicherung. Die Kinder zeigten gerne, wie sie lernen und was sie können. Die Lehrkräfte feilten an ihren interkulturellen Kompetenzen und lernten viel über sich selbst, ganz ohne zu verreisen.